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Möglichkeiten und Grenzen der Hypnose

Was ist eigentlich Hypnose?

Die Hypnose ist sowohl ein Bewusstseinszustand als auch ein Verfahren. Die Hypnose, auch Trance genannt, ist als Bewusstseinszustand der dritte Zustand neben Schlaf und Wachsein. Die Benützung der Hypnose zu Heilzwecken und religiösen Ritualen ist schon in den frühesten menschlichen Kulturen nachweisbar.

Charakteristisch für die Hypnose ist, dass die bewusste Aufmerksamkeit für Aussen- und Innenreize absinkt. Gleichzeitig ist die Wahrnehmung auf einen bestimmten Inhalt fokussiert (punktuelles Bewusstsein). Dieser Zustand ist uns aus der alltäglichen Erfahrung gut bekannt. Er tritt beispielsweise auf bei langen Autobahnfahrten, beim Lesen eines spannenden Buches, beim Tagträumen, im Kino usw. Dieser mehr oder weniger tiefe hypnotische Zustand bleibt meist unbemerkt. Hypnoide Zustände sind etwas Alltägliches und Natürliches.

Was kann mit Hypnose erreicht werden?

Mittels einfacher Techniken kann bewusst und gezielt eine hypnotische Tiefentspannung herbeigeführt werden. Dabei wird im Besonderen der schnelle und direkte Zugang zum Unterbewusstsein genutzt um unbewusste psychische Inhalte und Prägungen erfahrbar und damit bearbeitbar zu machen.

Im Laufe der Zeit entstanden weltweit zahlreiche, unterschiedliche hypnotische Verfahren und Schulen.

Hypnose als Verfahren

Die GTH (Schweizerische Gesellschaft für Therapeutische Hypnose und Hypnoseforschung) vertritt ein besonderes integratives therapeutisches Verfahren, das neue individuelle und persönlichkeitsgerechte Wege zum Unbewussten und zur Gesundheit eröffnet. Dazu setzt sie das Instrument der Hypnose ein. Dieses Verfahren wurde von Werner J. Meinhold entwickelt, dem Verfasser mehrer Standardwerke über Hypnose.

Voraussetzung und Grenzen

Voraussetzung für ein erfolgreicher Verlauf ist die Akzeptanz der eigenen Lebens-geschichte und deren tieferen Ebene.

Die Grenzen des Verfahrens liegen dort, wo diese Bereitschaft oder Fähigkeit fehlt, an der eigenen körperlichen und seelischen Entwicklung zu arbeiten.


Das besondere Verfahren GTH

Was ist besonders am Hypnose-Verfahren der GTH?

Das Verfahren der GTH ist auf einem ganzheitlichen Menschenbild begründet, das auch die spirituelle Seinsebene mit einbezieht. Die menschliche Persönlichkeit wird als einmalige Individualität angesehen, die auch ihre eigene Gesundheit oder Krankheit als individuelles Geschehen für sich selbst entwickelt. Gesundheit und Krankheit sind gleichwertige und gleichberechtigte Zustände menschlichen Seins. Kranksein ist zum erheblichen Teil eine verschobene, meist autoaggressive, destruktive Form des Ausdrucks von eigenen Wesenskräften, die sich in der gerade gegebenen psychosomatischen Situation nicht anders ausdrücken können.

Heilung ist nicht als Kampf gegen die Krankheit (eigentlich Kampf gegen sich selbst!) durch Unterdrückung der Symptome aufzufassen - die Gefahr einer Symptomverschiebung wäre in diesem Fall sehr gross. Heilung ist vielmehr die Integration der vorher über das Symptom ausgedrückten Wesenskräfte. Ihren gesunden Ausdruck finden sie erst, wenn die zuvor destruktiv ausgerichteten Energien sich konstruktiv entfalten können.

Im Verlauf der Aufdeckung durch Hypnose werden psychische, psychosomatische und somatische Störungen und Fehlhaltungen verarbeitet und als Ressourcen verfügbar gemacht. Das Verfahren eröffnet einerseits, wie andere tiefenpsychologisch ausgerichteten Therapien, die Einsicht sowohl in krankmachende, aber andererseits auch in ressourcevolle Persönlichkeitsteile. Der Unterschied zu anderen Verfahren ist die seelische Tiefe der ganz frühen Lebensphasen, deren Prägungen nur durch dieses Verfahren erreichbar sind.

Das Verfahren wird „HITT“ genannt, und steht für hypno-integrative tiefenpsychologische Therapie in Hypnose. Es ist demnach ein Entwicklungsweg zur ganzheitlichen Selbstfindung, Selbstverwirklichung und Selbstachtung.

Voraussetzung für eine gelungene Beratung ist die bedingungslose Akzeptanz der gesamten eigenen Lebensgeschichte und ihrem tieferen Sinn.

Wie funktioniert die HITT (hypno-integrative tiefenpsychologische Therapie)?

Das Verfahren kennt drei Wege zur Öffnung der Tiefenseele. Sie werden bedürfnisgerecht angewendet:

- Die lebensgeschichtliche Analyse in Hypnose (LAH). Hier wird die ganze Biographie eines Menschen durchlaufen und therapeutisch aufgearbeitet.
- Bei der Fokalanalyse in Hypnose (FAH) steht hingegen ein bestimmtes Symptom im Mittelpunkt der Beratung.
- Gelegentlich wird auch die Ruhehypnose angewendet, ohne spezielle therapeutische Massnahmen, oder das Autogene Training zur Selbsthypnose gelehrt.

In dieser Art „bewusster“Hypnose wird alles in der Hypnose Erfahrene wieder erinnert und beginnt anschliessend positiv und nachhaltig im Alltag zu wirken.

Was hat das HITT-Verfahren mit Tiefenpsychologie zu tun?

In dieser Art von Hypnose wird ein regressives, phasenspezifisches Vorgehen angewendet. Von der gegenwärtigen Situation beginnend, wird das Leben des Patienten rückwärts bis zu den frühesten Entwicklungsphasen analytisch durchleuchtet und in den Gesundungsprozess integriert. Damit werden die Türen zur Tiefenpsychologie geöffnet, welche mit den unbewussten Anteilen des Menschen arbeitet.

In seinen Forschungen hat Werner J. Meinhold acht verschiedene menschliche Entwicklungsphasen erkannt. Davon ist die erste Phase, die so genannt symbiotische Phase, welche von der Zeugung bis ins erste Lebensjahr reicht, entscheidend für die weitere Entwicklung der gesamten Persönlichkeit des heranwachsenden Menschen. Nach Werner J. Meinhold, können 90 % der Krankheiten und psychischen Störungen des Menschen auf Defizite in dieser Phase zurückgeführt werden.

Er sagt dazu: „Die HITT ist das tiefgreifendste Psychotherapieverfahren überhaupt, das auch bei schwersten seelischen oder körperlichen Erkrankungen sinnvoll einsetzbar ist“.

Dass die Erlebnisse der frühen Kindheit die Basis für alle späteren Entwicklungsprozesse bilden, ist auch hirnphysiologisch nachgewiesen. Die bis zum dritten Lebensjahr in natürlicher Hypnose ablaufenden Entwicklungsschritte sind nur in Hypnose wieder erreichbar.

 
 
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