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Welche unbewussten Ängste steuern Ihr Verhalten?



Angst vor seelischer Verletzung verhindert das freie Eingehen von Beziehungen. Unbewusste Verlustängste belasten offene, freudvolle und unverkrampfte Partnerschaften. Die Angst, das Gesicht zu verlieren, behindert die selbstbestimmte Entwicklung vieler unserer Fähigkeiten.

Dies ist nur eine kleine Auswahl von Handlungen, wo mehr oder weniger unbewusste Ängste unsere Freiheit beeinträchtigen. Es gibt dabei eine fast unendliche Anzahl verschiedenster Angstformen, die oft schwere Hindernisse auf dem Weg unserer Selbstentwicklung darstellen. Diese Angstformen reichen von harmlosen Phobien bis zu tiefen Angststörungen und Panikattacken.

Die Arbeit in Hypnose zeigt immer wieder, dass die tiefste Grundlage der meisten Ängste aus der sogenannten „symbiotischen“ Phase der Entwicklung stammt, also aus der frühesten Kindheitsepoche, wo die Mutter für den Säugling überlebensnotwendig ist. Diese symbiotische Phase beginnt bereits im Mutterleib und läuft am Ende des ersten Jahres nach der Geburt aus, wenn sich das Kind zu verselbständigen beginnt.

Die Wurzeln dieser tiefen Ängste stecken dabei in der unbewussten kindlichen Empfindung, von der Mutter nicht angenommen zu werden. Diese Ablehnung bedeutet faktisch für das Kind eine Todesdrohung, weil es ohne Mutter nicht überlebensfähig ist. Diese Todesangst, die mit allen Fasern der kindlichen Seele erfasst wird, bleibt unbewusst in der Tiefe der Seele hängen und kann von unserem rationalen Erwachsenenverstand in ihrer emotionalen Intensität nicht nachvollzogen werden. Nur die hypnotische Trance führt dahin zurück, zu den Seelenschichten, wo diese Gefühle verborgen und latent sind.

Im Laufe unserer Entwicklung werden diese Ängste weitgehend verdrängt und später im Leben kompensiert. In Situationen, wo wir uns nicht genügend beachtet oder übergangen fühlen, steigt unbewusst das Gefühl der Angst auf, „Niemand zu sein“ oder sogar „Nicht zu sein“. Dieses Gefühl erscheint als „Existenzbedrohung“ und ruft nach Abwehr. Eine ganze Reihe von Verhaltensweisen kompensieren dann die Angst. In dem wir zum Beispiel übertriebene Leistungen erbringen in Beruf oder Sport. Damit erreichen wir Anerkennung und können diese Drohungen gegen das eigene Selbst abwehren. Oder wir schmücken uns mit äusseren Statussymbolen, die bei Andern Eindruck und die gewünschte Anerkennung erzeugen sollen.

Auch der Verlust einer Beziehung bedeutet unbewusste Todesangst. Dann nämlich, wenn wir vom Partner die Bestätigung für unsere Existenzberechtigung erwarten. So wie damals der Liebesentzug der Mutter für das Kind die Bedrohung seiner Existenz bedeutete.

Alle unsere Ängste haben aber letztlich ihre Wurzeln in der Angst vor dem Tod, auch wenn sie in allen erdenklichen Zerrformen erscheinen. Tiefere Einsichten in unsere eigenen, unbewussten Ängste und den daraus folgenden Verhaltensweisen lassen sich nur in Hypnose erreichen. Sie geben uns die Möglichkeit, uns von den Klammern der Angst zu befreien und zu unserer Selbstbestimmtheit zurückzufinden.

Quelle: Diplomarbeit GTH  September 2009 Elsbeth Eichholzer „Angst und die Hypno-integrative tiefenpsychologische Therapie H.I.T.T.“.

 

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